Über uns

Liebe Mitglieder der Deutsch - Französischen Gesellschaft,
 liebe Freunde 

Am 31. Januar 1990 war in den ,,Thüringer Neuesten Nachrichten" zu lesen: ,,Die Gesellschaft DDR-Frankreich versteht sich als eine für alle Bürger offene, pluralistische Gesellschaft, die unabhängig von politischen Parteien und Organisationen sowie von weltanschaulichen und sozialen Standpunkten ist. Die Gesellschaft setzt sich für Vertrauen, Kennenlernen, Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen den Bürgern beider Länder und die Förderung vielfältiger direkter Kontakte ein.“ Manch einer von Ihnen wird sich an diesen Artikel unserer ersten Präsidentin, Frau Sylvia Schütze, erinnern, mit dem sie interessierte Bürger unserer Stadt zur Mitarbeit in dieser Gesellschaft aufrief.

Seit ihrer Gründung im Herbst 1990 ist die Deutsch - Französische Gesellschaft diesem Grundsatz treu geblieben. Davon zeugen vielfältige Aktivitäten: Schüleraustausch, Austausch von Praktikanten, gegenseitige Besuche von Chören und Orchestern, Konzerte von deutschen und französischen Musikern in der jeweiligen Partnerstadt undVorträge, die dem besseren Kennenlernen unseres westlichen Nachbarlandes dienen. Aus diesen zahlreichen Aktivitäten sind nicht wenige persönliche Kontakte, ja Freundschaften entstanden, die bereits über Jahre hinweg bestehen. All dies konnte möglich werden durch die engagierte Arbeit eines aktiven Vorstandes und die zuverlässige Unterstützung zahlreicher Mitglieder.

In den 20 Jahren des Bestehens unserer Gesellschaft haben sich die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern nicht grundlegend geändert auch wenn sich die ,,persönlichen Kontakte" unserer Regierenden nicht immer so freundschaftlich gestalteten wie zwischen Helmut Kohl und Francois Mitterand. Die Tatsache jedoch, dass die neue Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren ersten offiziellen Besuch Frankreich abstattete, lässt hoffen, dass die freundschaftlichen Bande zwischen Deutschland und Frankreich auch weiterhin gepflegt werden.

In unserer Gesellschaft haben sich in den letzten Jahren die Schwerpunkte unserer Aktivitäten etwas verschoben. In den ersten Jahren standen die Austausche und Projekte mit unserer Partnerstadt im Vordergrund unserer Arbeit. Unser Engagement hat in soweit Früchte getragen, dass diese Kontakte z.T. nun ohne unsere Hilfe weitergeführt werden. So steht die Musikschule ,,Ottmar Gerster“ in regem Austausch mit der „Ecole de Musique" von Blois. Wir betreuen aus dieser Anfangszeit nach wie vor die Praktikanten, die jedes Jahr mehrere Wochen in der jeweiligen Partnerstadt tätig sein können.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit lag in den letzten Jahren verstärkt auf einem regen Vereinsleben, das durch eine Vielzahl interessanter und nachhaltig wirkender Veranstaltungen gekennzeichnet war. Weinverkostungen, „pique-nique francais" oder musikalisch-literarische Beiträge zählen zu den Höhepunkten des Vereinslebens. Nicht vergessen werden dürfen die Reisen in verschiedene Regionen Frankreichs, die seitens unserer Mitglieder, regen Zuspruch fanden. Ohne das Engagement unserer Mitglieder wäre dieses lebendige Vereinsleben nicht möglich und ich hoffe auch in Zukunft auf lhre aktive Unterstützung. Dennoch sollten wir die Kontakte mit unserer Partnerstadt nicht aus den Augen verlieren. Freundschaft kann nur von der Begegnung zwischen den Menschen leben und diese Freundschaft muss gepflegt werden. Dafür wünsche ich uns den notwendigen Atem, weiterhin Freude an dieser Arbeit und noch viele schöne Erlebnisse.

Ihre
Christine Scheller
Präsidentin
der DFG Weimar e.V.
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